Vom Kind Zum Mann - Mein Werden mit Gott - Jan-Henoch Sasek

101 Atmosphäre war wieder total gut! Später bekam ich vom Kader das Verbot, auch nur das Geringste mitzuhelfen, da sie mich in kurzer Zeit an verschiedenen Orten helfen sahen. So musste ich dem Kader eine Antwort geben, dass ich es verstanden hätte, erst dann wieder mitzuhelfen, wenn dieses Verbot wieder aufgelöst würde … was dann einige Wochen dauerte!  Immer wieder übergab mir der Zugführer auch das gesamte Team, wenn er mal weg musste und nahm mich als seine Assistenz. So wurde ich z.B. auch Sing-Chef und übernahm die Chorleitung, als wir vermehrt die Schweizer Nationalhymne üben mussten. Soldaten begannen, nicht nur vor mir, sondern auch vor anderen zu bezeugen, dass ich auf dem richtigen Weg sei, und dass es „da oben“ einen Gott gebe. Ich betete mit Rekruten nicht nur vor dem Essen, sondern auch auf deren Aufforderung hin vor Prüfungen. Ich betete mit Kranken und Leidenden und sie erlebten mit, wie die Gebete exakt in Erfüllung gingen. Ja, sie konnten die Gebete genau rezitieren …  Nicht zuletzt betete ich mit einer ganzen Kompanieeinheit vor der Mahlzeit! Ein Rekrut kam dann auf mich zu, als wir vor einer grossen Prüfung standen, uns sagte: „Sasek, wir müssen unbedingt miteinander beten!“ Ich war bereit, gleich mit mehreren zu beten, da meinte er: „Nein, machen wir das lieber zu zweit, die anderen meinen das nicht so ernst. Ich meine es wirklich ernst!“ So beteten wir gemeinsam, vergriffen uns am Herrn und ich segnete jenen Rekruten, dass er keine dummen Fehler machen muss. Er ging voll mit im Gebet, nickte und zum Schluss sagte er vor den anderen laut: „Amen!“ Voller Glauben gingen wir in die Prüfung. Es gab 40 Fragen und man durfte nur vier Fehler machen, um bestehen zu können. Ich durfte mit einem einzigen Fehler bestehen, jedoch bestand jener Kamerad knapp nicht, mit dem ich jedoch zuvor noch gebetet hatte. Ich dachte: Oh nein … was wenn er sagt: „Gott sei daran schuld …!“? In mir kam eine Wirkung des Geistes hoch. So ging ich auf ihn zu und sagte: „Gott hat Dir doch bestimmt eine Wirkung geschenkt, wo Du bei mindestens einer Frage genau gespürt hattest, was richtig wäre und es dann aber doch anders gemacht hast, nicht wahr?!“ Tatsächlich bestätigte er mich! Und ich konnte gleich anknüpfen und sagen: „Und genau so lebe ich: Jesus schenkt und ereignet sich durch Wirkungen, in denen ich wahrnehmen kann, was dran ist, was richtig ist und ich darf lernen, darauf einzugehen. Geht es hoch oder geht es runter, das ist ein göttliches Gefühl in Dir und in mir und danach lebe ich. Das ist mein Glaubensleben und das braucht ein bisschen Übung, auf diese

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